„Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“

Die Mohr-Villa lädt zur Ausstellung des Künstlers Günter Wangerin ein.

Günter Wangerin

Der Maler und Grafiker − einem breiteren Publikum u.a. durch seine provokanten Kunstaktionen im öffentlichen Raum bekannt − schlägt in den hier gezeigten Werken (Bilder, Installation, Skulptur) einen Bogen von der Zeit der sogenannten Gastarbeiter bis in die Gegenwart.

„Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“ (Karl Valentin)

 Das Valentin-Zitat wurde als Titel der Ausstellung ausgewählt, weil es hier vorrangig um Menschen geht, die gemeinhin als „Fremde“ bezeichnet werden. Die aus Not zu uns kamen und kommen werden, angefangen von den Arbeitsmigrant*innen der 1950er Jahre bis hin zu denen, die es auf dem noch immer für viele tödlichen Weg übers Mittelmeer zu uns „geschafft“ haben.

 

Sendlingertorplatz Hungerstreik
Sendlingertorplatz Hungerstreik

In Wangerins Augen enthält der Satz von Karl Valentin folgende, traurige Feststellung:

Ein Land, das seine Zuwanderer*innen nur als Fremde sieht, ist selbst eine Fremde. Auch für die Alteingesessenen.

Asylsuchende in Betrachtung des Kreisverwaltungsreferenten 1
Asylsuchende in Betrachtung des Kreisverwaltungsreferenten

WHO IS WHO

Günter Wangerin, der in der kleinen Industriestadt Lauf in Mittelfranken aufwuchs, in deren Steatit-Fabriken schon frühzeitig Arbeiter*innen aus aller Herren Länder malochten, befasst sich künstlerisch seit vielen Jahren mit dem Thema Migration und Flucht.

Günter Wangerin

INFOS  

Vernissage: Donnerstag, 07. Dezember 2017 ab 19 Uhr

Ausstellungsdauer: 08.12.2017 – 28.01. 2018 (in den Schulferien geschlossen)

Finissage: Sonntag, 28. Januar 2018 ab 17 Uhr mit Auftritt der Theatergruppe grenzenlos Mohr-Villa, EG

Eintritt: FREI

Kontakt: Günter Wangerin, Website: www.guenterwangerin.jimdo.com

Wo? Mohr-Villa, Situlistraße 75, Freimann (U6)


Text: Mohr-Villa Freimann Kulturzentrum (Pressemitteilung, leicht bearbeitet von Johanna Panagiotou)/ Fotos: © Günter Wangerin