Der Kampf gegen die Wasserprivatisierung in Griechenland

waterhumanright

Text: Johanna Panagiotou 

Fotos & Recherche: Antonios Efthymiou

Stimme: Victoria Mali

 

U m die nächsten Kredite erhalten zu können, soll Hellas von den Gläubigern gezwungen werden, die zwei größten Wasserwerke in Thessaloniki (EYATH) und Athen (EYDAP) zu privatisieren. Die Empörung ist groß; der Widerstand wächst.


Hier können Sie den Artikel hören!


„Die Versorgung mit Wasser ist ein Menschenrecht. Wasser ist ein öffentliches Gut und keine Handelsware.“

Dieser von fast 2.000.000 Menschen unterzeichnete Appell hat im Jahr 2013 die EU dazu bewogen, Wasser von den Privatisierungsvorhaben auszunehmen.

Dies gilt jedoch nicht für Griechenland, obwohl die Verfassung eine Privatisierung von Wasser verbietet und ein Großteil der Bevölkerung sich deutlich dagegen wehrt.

Zur Erinnerung: 2014 haben 98% der abgegebenen Stimmen in einem Referendum in Thessaloniki gegen die Übernahme der Wasserwerke unterzeichnet.

Wassertisch Plakat
                          © wemove.eu

Der Widerstand gegen die Privatisierung basiert auf eine – wie viele Beispiele in Europa zeigen – Verschlechterung der Versorgung und Steigerung der Preise. Letzteres würde bedeuten, dass viele Griechen nur noch ungenügenden oder keinen Zugang zu Wasser mehr hätten.

Das Sozialforum München und die  Wasser Allianz München unterstützen diesen Kampf und veranstalten am 26.04.2017 um 19 Uhr im EineWeltHaus (Schwanthaler Str. 80) einen Vortrag- und Diskussionsabend mit dem Präsidenten der Gewerkschaft der Wasserwerke von Thessaloniki Georgios Archontopoulos und Christiane Hansen von Wasser Allianz München.

Das Thema ist hochinteressant. Und obwohl es in der Verfassung von nur 18 Ländern weltweit vorgesehen wird, darf man nicht vergessen:

 WASSER IST EIN MENSCHENRECHT!

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                                                                                 ©altsantiri.gr